# Kenntnisprüfung Pädiatrie: 10 Prüfungsfragen mit Lösung

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Last updated: 2026-10-29

Zehn Fragen im Stil der Kenntnisprüfung aus der Pädiatrie, jeweils mit Lösung und Begründung. Sie stammen aus dem Fragenkatalog von DE.med, der allein in der Pädiatrie 100 Fragen enthält.

1. 1 / 10  
7 Monate alter Säugling mit viraler Bronchiolitis, SatO2 95 % in der Raumluft, konservierte Ernährung.  
Welches Management ist am besten geeignet?  
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**Lösung: B.** Beobachtung, ausreichende Flüssigkeit und Entlassung mit klaren Warnzeichen bei weiter stabilem Verlauf

**Begründung:** Bei stabiler Sättigung und ausreichender Trinkmenge ist eine supportive Behandlung mit klinischer Verlaufskontrolle angemessen. Bei Entlassung müssen Eltern über Warnzeichen wie zunehmende Atemarbeit, Apnoen und deutlich verminderte Trinkmenge informiert werden. Antibiotika und Kortikosteroide sind ohne zusätzliche Indikation nicht empfohlen.

  * **A.** Eine stabile virale Bronchiolitis erfordert kein empirisches Antibiotikum; es wäre ohne bakterielle Hinweise eine unnötige Behandlung.
  * **C.** Routinemäßige intravenöse Kortikosteroide zeigen bei der Bronchiolitis keinen belegten Nutzen.
  * **D.** Ohne Hinweise zu Atemnot, Trinkmenge und möglicher Verschlechterung können Eltern eine notwendige erneute Vorstellung verpassen.  
Quellen: Standardpraxis
2. 2 / 10  
Ein 3-jähriges Mädchen krampft im Rettungswagen seit über 5 Minuten generalisiert tonisch-klonisch, ohne zwischenzeitliches Erwachen. Die Eltern berichten von Fieber seit dem Vortag.  
Erstbehandlung durch Notarzt/Rettungsdienst?  
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**Lösung: D.** Benzodiazepin, zum Beispiel Midazolam bukkal

**Begründung:** Ein generalisierter Krampfanfall, der länger als fünf Minuten anhält, soll unverzüglich mit einem Benzodiazepin behandelt werden, zum Beispiel mit Midazolam bukkal, intranasal oder intramuskulär oder Diazepam rektal. Bei fortbestehendem Anfall folgen weitere Schritte nach dem Status-epilepticus-Algorithmus. Paracetamol senkt Fieber, unterbricht aber den Anfall nicht.

  * **A.** Phenobarbital ist keine übliche erste präklinische Maßnahme; zunächst wird ein anhaltender Anfall mit einem Benzodiazepin unterbrochen.
  * **B.** Paracetamol senkt Fieber und lindert Beschwerden, beendet jedoch keine anhaltende Krampfaktivität.
  * **C.** Propofol kommt bei therapierefraktärem Status unter intensivmedizinischen Bedingungen und gesichertem Atemweg infrage, nicht als erste präklinische Gabe.  
Quellen: Standardpraxis
3. 3 / 10  
Bei einem 5-jährigen Kind wurde eine Kawasaki-Krankheit diagnostiziert. Es erhält eine Echokardiographie und wird auf eine Therapie mit Immunglobulinen vorbereitet.  
Welche schwerwiegende Komplikation soll durch Behandlung und echokardiographische Verlaufskontrollen besonders erkannt oder verhindert werden?  
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**Lösung: A.** Koronararterienaneurysma

**Begründung:** Die Kawasaki-Krankheit kann zu Koronararterienektasien und -aneurysmen führen. Diese Gefäßveränderungen sind die wichtigste prognostische Komplikation und können langfristige kardiale Folgen haben. Deshalb wird eine Echokardiographie bei Diagnosestellung und im Verlauf durchgeführt; Myokarditis und Perikarderguss sind weitere, aber weniger zentrale kardiale Manifestationen.

  * **B.** Eine Myokarditis kann bei Kawasaki-Krankheit auftreten, ist aber nicht die zentrale gefürchtete Koronararterienkomplikation.
  * **C.** Ein Perikarderguss ist möglich, steht jedoch nicht im Vordergrund der langfristigen Koronarrisikokontrolle.
  * **D.** Eine Mitralklappeninsuffizienz kann bei Myokardbeteiligung vorkommen, ist aber nicht die typische schwerwiegende Gefäßkomplikation.  
Quellen: Standardpraxis
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5. 4 / 10  
Ein 13-jähriger Junge klagt über zunehmende, dumpfe Schmerzen im Bereich des linken Oberschenkels, die vor allem nachts auftreten. Trauma ist keines bekannt. Bei der Untersuchung zeigt sich eine diskrete Schwellung über dem distalen Femur. Im Röntgenbild des linken Oberschenkels zeigen sich osteolytische und osteoblastische Areale ('mottenfraßähnlich') in der Metaphyse des distalen Femurs mit einer radiären Periostabhebung ('Spiculae' oder Sonnenstrahl-Muster) und einem Codman-Dreieck.  
Um welchen primären malignen Knochentumor handelt es sich am wahrscheinlichsten?  
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**Lösung: B.** Osteosarkom

**Begründung:** Das Osteosarkom ist der häufigste primäre maligne Knochentumor im Kindes- und Jugendalter (Gipfel in der Pubertät während des Wachstumsschubs). Er ist typischerweise in den Metaphysen langer Röhrenknochen lokalisiert, meist kniegelenksnah (distales Femur > proximale Tibia). Leitsymptome sind Belastungsschmerz, später Ruheschmerz (nachts) und Schwellung. Radiologische Malignitätszeichen sind unscharfe Knochendestruktionen, Spiculae (feine Knochennadeln senkrecht zum Knochenschaft durch schnelles Tumorwachstum) und das Codman-Dreieck (Periostabhebung am Tumorrand). Metastasierung erfolgt primär hämatogen in die Lunge.

  * **A.** Das Ewing-Sarkom betrifft typischerweise die Diaphyse langer Röhrenknochen und zeigt im Röntgenbild eine zwiebelschalenartige Periostreaktion.
  * **C.** Tritt vorwiegend im höheren Erwachsenenalter auf.
  * **D.** Das Osteoidosteom ist ein benigner Tumor, der typischerweise auf Salicylate (ASS/Ibuprofen) prompt anspricht und eine Nidus-Bildung mit umgebender Sklerose zeigt.  
Quellen: AWMF-Leitlinie Osteosarkom bei Kindern und Jugendlichen; Duale Reihe Pädiatrie
6. 5 / 10  
Ein 3-jähriges, ungeimpftes Kind wird mit hohem Fieber (39,8 °C), klossiger Sprache, massiver Atemnot mit inspiratorischem Stridor und deutlichem Speichelfluss (Drooling) in der Notaufnahme vorgestellt. Das Kind sitzt vornübergebeugt mit aufgestützten Armen ('dreibeinige Position') und wirkt hochgradig agitiert und ängstlich.  
Welcher dringende Verdacht besteht und welche Erstmaßnahme ist leitliniengerecht?  
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**Lösung: D.** Akute Epiglottitis; Kind aufrecht bei den Eltern lassen, Racheninspektion und unnötige Maßnahmen vermeiden, sofort erfahrenes Atemwegsteam zur kontrollierten Sicherung im OP hinzuziehen und erst danach intravenös antibiotisch behandeln

**Begründung:** Die akute Epiglottitis (Kehldeckelentzündung, meist verursacht durch Haemophilus influenzae Typ b \[Hib\], heute dank Impfung selten) ist ein perakuter, lebensbedrohlicher pädiatrischer Notfall. Typische Symptome sind hohes Fieber, Schluckschmerz mit Speichelfluss (Drooling), klossige Sprache (kein bellender Husten wie beim Pseudokrupp) und inspiratorischer Stridor in sitzender Haltung. Diagnostik/Therapie: Das Kind darf nicht hingelegt und im Rachen nicht mit Instrumenten untersucht werden (Gefahr des Laryngospasmus). Die Sicherung der Atemwege durch Intubation in Narkose und unter Bereitschaft für eine Tracheotomie (HNO-Arzt/Pädiater) im OP hat Priorität. Danach erfolgt eine kalkulierte i.v. Antibiose mit einem Cephalosporin der 3\. Generation (z. B. Ceftriaxon).

  * **A.** Pseudokrupp verursacht typischerweise bellenden Husten und Heiserkeit. Bei möglicher Epiglottitis kann eine Racheninspektion den Atemweg gefährden und darf nicht erzwungen werden.
  * **B.** Das hohe Fieber und der klossige Stimmklang sprechen eindeutig für ein infektiöses Geschehen.
  * **C.** Ein Retropharyngealabszess verursacht meist keinen derart akuten inspiratorischen Stridor mit Speichelfluss und dreibeiniger Sitzhaltung; zudem wäre eine ungesicherte Stichinzision am wachen Kind ohne Atemwegssicherung hochgefährlich und widerspricht dem Prinzip, die Atemwege nicht zu manipulieren.  
Quellen: AWMF-Leitlinie Atemwegsobstruktion im Kindesalter; S2k-Leitlinie Epiglottitis
7. 6 / 10  
Ein 2 Monate alter Säugling schreit beim und nach dem Füttern häufig auf, überstreckt dabei den Kopf und den Rumpf nach hinten (Opisthotonus-ähnliche Haltung) und erbricht regelmäßig Milch. Das Gedeihen des Säuglings ist mäßig (Gewicht stagniert auf der 10\. Perzentile).  
Um welches Syndrom handelt es sich bei dieser neurologisch anmutenden Überstreckung im Rahmen eines gastroösophagealen Refluxes (GERD) und welches therapeutische Vorgehen ist primär indiziert?  
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**Lösung: B.** Sandifer-Syndrom; kleinere Mahlzeiten und bei sichtbarem Regurgitieren Andicken erwägen; zum Schlafen Rückenlage auf flacher Unterlage, Gedeihstörung gezielt abklären

**Begründung:** Das Sandifer-Syndrom beschreibt anfallsartige dyston wirkende Haltungs- und Kopfbewegungen im Zusammenhang mit gastroösophagealem Reflux. Zunächst werden Fütterungsmenge und -häufigkeit geprüft; bei sichtbarem Regurgitieren kann angedickte Nahrung erwogen werden. Säuglinge sollen zum Schlafen weiterhin in Rückenlage auf einer flachen, festen Unterlage liegen; eine Hochlagerung oder Seitenlage im Schlaf ist wegen des SIDS-Risikos nicht zu empfehlen. Eine Gedeihstörung ist ein Warnzeichen und sollte gezielt abgeklärt werden, bevor eine medikamentöse Säurehemmung erwogen wird. Protonenpumpenhemmer sind nicht die routinemäßige Erstmaßnahme bei unspezifischem Schreien oder Regurgitieren.

  * **A.** Falsch. Das Überstrecken ist keine epileptische Aktivität, sondern eine Schmerzreaktion auf die Refluxösophagitis.
  * **C.** Die SMA zeigt schlaffe Lähmungen, keine krampfartigen Überstreckungen während des Fütterns.
  * **D.** Tetanus verursacht generalisierte Muskelspasmen und einen Trismus im Rahmen einer Wundinfektion, nicht die auf die Nahrungsaufnahme bezogenen Überstreckungsepisoden eines gesunden Säuglings mit gastroösophagealem Reflux.  
Quellen: ESP组织 / NASPGHAN Guidelines for Pediatric GERD; S2k-Leitlinie Gastroösophagealer Reflux bei Kindern
8. 7 / 10  
2-jähriges Mädchen mit Fieber ohne offensichtlichen Ausbruch und Verdacht auf eine Harnwegsinfektion.  
Welcher Schritt ist vor dem Antibiotikum unbedingt erforderlich?  
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**Lösung: D.** Sammeln Sie eine Urinprobe zur Untersuchung und eine Urinkultur.

**Begründung:** Vor Beginn einer antibiotischen Therapie bei Verdacht auf Harnwegsinfekt muss eine Urinprobe zur Untersuchung und mikrobiologischen Kultur gewonnen werden, da nur so die Diagnose gesichert und die Erregerempfindlichkeit bestimmt werden kann. Ein Behandlungsbeginn ohne vorherige Probengewinnung riskiert eine falsch-negative Kultur und eine unnötige oder falsche Antibiotikatherapie.

  * **A.** Antibiotika vor der Probengewinnung zu beginnen riskiert eine falsch-negative Urinkultur und eine unnötige oder falsche Antibiotikawahl.
  * **B.** Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs ist bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt ohne respiratorische Symptomatik nicht indiziert.
  * **C.** 72 Stunden ohne Überwachung abzuwarten riskiert bei einem fiebernden Kleinkind mit Verdacht auf Harnwegsinfekt eine Progression zur Pyelonephritis oder Urosepsis.  
Quellen: Standardpraxis
9. 8 / 10  
Ein 3-jähriges Kind hat seit 5 Tagen Fieber. Es bestehen eine beidseitige nicht-eitrige Konjunktivitis, gerötete rissige Lippen, ein polymorphes Exanthem sowie gerötete und geschwollene Hände.  
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?  
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**Lösung: C.** Kawasaki-Krankheit

**Begründung:** Die Kawasaki-Krankheit ist bei Fieber über mindestens fünf Tage und mindestens vier von fünf Hauptkriterien wahrscheinlich: beidseitige nicht-eitrige Konjunktivitis, orale Veränderungen, polymorphes Exanthem, Veränderungen an Händen oder Füßen und zervikale Lymphadenopathie. Hier liegen vier Kriterien vor. Eine zeitnahe Echokardiographie und fachärztliche Behandlung sind erforderlich, um Koronarkomplikationen zu erkennen und zu verhindern.

  * **A.** Eine Mononukleose zeigt häufiger Pharyngitis, generalisierte Lymphadenopathie und gegebenenfalls Splenomegalie, nicht diese Kombination von Kawasaki-Hauptkriterien.
  * **B.** Scharlach kann Himbeerzunge und Exanthem verursachen, erklärt aber die nicht-eitrige Konjunktivitis und geschwollenen Hände nicht gut.
  * **D.** Windpocken verursachen ein typischerweise vesikuläres Exanthem in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.  
Quellen: Standardpraxis
10. 9 / 10  
Ein 8-jähriges Mädchen wird somnolent in der Notaufnahme vorgestellt. Die Eltern berichten, dass das Kind in den letzten zwei Wochen sehr viel getrunken hat (Polydipsie), ständig Wasserlassen musste (Polyurie) und 3 kg Gewicht verloren hat. Die Atmung ist tief und beschleunigt (Kussmaul-Atmung) und riecht süßlich-fruchtig (nach Aceton). Der Blutzucker beträgt 450 mg/dl, das Serum-pH liegt bei 7,05, Bikarbonat bei 8 mmol/l, Ketone im Urin sind stark positiv.  
Welcher akute Notfall liegt vor, und welche neurologische Komplikation muss während der Behandlung engmaschig überwacht werden?  
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**Lösung: A.** Diabetische Ketoazidose; zerebrale Krise mit Hirnödem

**Begründung:** Die Hyperglykämie mit Ketonen, niedrigem pH und niedrigem Bikarbonat zeigt eine diabetische Ketoazidose. Eine seltene, lebensbedrohliche Komplikation ist die zerebrale Krise mit Hirnödem. Das Risiko ist unter anderem mit schwerer Azidose und ausgeprägter Dehydratation verbunden; die Entstehung ist komplex und nicht allein durch die Infusionsgeschwindigkeit erklärbar. Die Behandlung erfolgt mit isotonischer Flüssigkeit und zeitgerecht begonnener Insulininfusion unter engmaschiger neurologischer Überwachung.

  * **B.** Falsch. Der Blutzucker ist massiv erhöht, es liegt eine diabetische Ketoazidose vor.
  * **C.** Das hyperosmolare Koma tritt typischerweise bei Typ-2-Diabetikern auf und zeigt keine schwere Azidose/Ketonurie.
  * **D.** Eine Laktatazidose zeigt keine derart ausgeprägte Ketonurie und Hyperglykämie; das klinische und laborchemische Bild mit Polyurie, Polydipsie, Gewichtsverlust, stark erhöhtem Blutzucker und Acetongeruch ist beweisend für eine diabetische Ketoazidose.  
Quellen: S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter; ISPAD Clinical Practice Consensus Guidelines: Diabetic ketoacidosis
11. 10 / 10  
Ein 2-jähriges Kind wird nachts wach und leidet unter Heiserkeit, einem bellenden Husten und einem inspiratorischen Stridor im Liegen. Es zeigt milde juguläre Einziehungen, ist aber kreislaufstabil und zeigt keine Zyanose (Pseudokrupp-Stadium II nach Severity Score).  
Welche stadiengerechte Therapie sollte eingeleitet werden?  
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**Lösung: D.** Kind beruhigen und Dexamethason einmalig oral geben; bei deutlicher Atemnot vernebeltes Adrenalin ergänzen und wegen möglicher Wiederkehr der Beschwerden klinisch überwachen

**Begründung:** Bellender Husten, Heiserkeit und inspiratorischer Stridor in Ruhe sprechen für einen Pseudokrupp mit mindestens mäßiger Ausprägung. Das Kind soll möglichst ruhig gehalten und einmalig mit Dexamethason behandelt werden; die orale Gabe ist geeignet. Glukokortikoide vermindern die Schleimhautschwellung, ihre Wirkung setzt jedoch nicht sofort ein. Bei deutlicher oder zunehmender Atemnot kann vernebeltes Adrenalin rasch überbrücken. Danach ist eine klinische Überwachung sinnvoll, weil die Beschwerden wieder zunehmen können, wenn die Wirkung nachlässt. Salbutamol hilft bei einer subglottischen Schwellung nicht, da es vorwiegend die Bronchien erweitert.

  * **A.** Eine Intubation ist beim Pseudokrupp extrem selten und nur bei drohender Asphyxie (Stadium IV) indiziert.
  * **B.** Salbutamol wirkt an den Bronchien (Asthma), nicht aber am subglottischen Kehlkopfbereich (hier wäre vernebeltes Adrenalin bei schwerer Atemnot indiziert).
  * **C.** Zentral wirksame Hustenstiller können das Atemzentrum dämpfen und sind beim Pseudokrupp kontraindiziert.  
Quellen: AWMF-Leitlinie Atemwegsobstruktion im Kindesalter (Stenosierende Laryngitis)

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