# Kenntnisprüfung Onkologie: 10 Prüfungsfragen mit Lösung

> 10 kostenlose Fragen zur Kenntnisprüfung in Onkologie mit Lösung und Erklärung, aus einem Katalog von 18 Fragen. Sofort üben, ohne Anmeldung.

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Last updated: 2026-10-31

Onkologie prüft Erkennen, Weiterleiten und die Notfälle. Erwartet werden die Krebsfrüherkennung, die Einschätzung von Warnsymptomen und die Grundzüge von Staging und Therapie. Dazu kommen das Aufklärungsgespräch, der Patientenwunsch und die onkologischen Notfälle: Rückenmarkkompression, obere Einflussstauung und febrile Neutropenie. Die beste Antwort verkürzt den Weg zur fachärztlichen Abklärung. Die Prüfung fragt außerdem nach der Aufklärung und nach den Wünschen des Patienten, bevor eine Therapie beginnt, und nach der palliativen Versorgung, wenn eine kurative Behandlung nicht mehr möglich ist.

## Typische Fehler

* Bei Krebsverdacht selbst umfassend abklären, statt zeitnah zu überweisen.
* Rückenmarkkompression, obere Einflussstauung oder febrile Neutropenie übersehen.
* Das Gespräch über Ziele und Wünsche des Patienten vor der Therapieentscheidung auslassen.
* Bei neuen Beschwerden nach kurativer Behandlung nicht an ein Rezidiv denken.

**Maßgebliche Leitlinie:** Die Prüfung folgt dem Leitlinienprogramm Onkologie von Deutscher Krebsgesellschaft und AWMF sowie den Krebsfrüherkennungsrichtlinien.

Zehn Fragen im Stil der Kenntnisprüfung aus der Onkologie, jeweils mit Lösung und Begründung. Sie stammen aus dem Fragenkatalog von DE.med, der allein in der Onkologie 18 Fragen enthält.

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1. 1 / 10  
Eine 58-jährige postmenopausale Patientin mit einem hormonrezeptor-positiven (ER+, PR+), HER2-negativen Mammakarzinom hat eine brusterhaltende Operation mit Sentinel-Lymphknotenbiopsie erhalten. Es soll nun eine adjuvante endokrine Therapie eingeleitet werden.  
Welche Substanzklasse wird gemäß S3-Leitlinie als Standardtherapie bei postmenopausalen Frauen empfohlen?  
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**Lösung: B.** Ein Aromatasehemmer der 3\. Generation (z. B. Anastrozol oder Letrozol)

**Begründung:** Bei postmenopausalen Frauen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs hemmen Aromataseinhibitoren (AI) die periphere Östrogensynthese im Fettgewebe und in der Nebenniere (durch Blockade des Enzyms Aromatase). Sie reduzieren das Rezidivrisiko im Vergleich zu Tamoxifen postmenopausal deutlicher. Die Therapiedauer beträgt in der Regel 5 Jahre (ggf. verlängert bei hohem Risiko). Wichtige Nebenwirkungen sind Gelenkbeschwerden (Arthralgien) und Osteoporose, weshalb vor Therapiebeginn eine Osteodensitometrie (DXA) empfohlen wird.

  * **A.** Tamoxifen ist der Standard bei prämenopausalen Frauen. Postmenopausal sind Aromataseinhibitoren überlegen.
  * **C.** Postmenopausal nicht sinnvoll, da die Ovarien bereits inaktiv sind.
  * **D.** Kontraindiziert bei HER2-negativen Tumoren.  
Quellen: S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms
2. 2 / 10  
Ein 62-jähriger Patient mit COPD (GOLD 3, Gruppe E) berichtet über rezidivierende Exazerbationen trotz Dauerinhalation mit LAMA + LABA. Im Blutbild zeigt sich eine Eosinophilenzahl von 350/µl.  
Wie sollte die Therapie eskaliert werden?  
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**Lösung: C.** ICS ergänzen und eine Dreifachtherapie aus LAMA, LABA und ICS einsetzen.

**Begründung:** Bei COPD und fortbestehenden Exazerbationen trotz LAMA/LABA spricht eine Eosinophilenzahl von 350/µl für einen wahrscheinlichen Nutzen eines inhalativen Kortikosteroids. Eine Eskalation zur Dreifachtherapie aus LAMA, LABA und ICS ist damit plausibel, nachdem Inhalationstechnik, Adhärenz und weitere behandelbare Ursachen überprüft wurden. Eine langfristige orale Glukokortikoidtherapie wird wegen systemischer Nebenwirkungen nicht routinemäßig empfohlen.

  * **A.** Bei anhaltenden Exazerbationen sollte die duale Bronchodilatation nicht ohne Grund beendet werden.
  * **B.** Eine dauerhafte systemische Glukokortikoidtherapie ist wegen ihrer Nebenwirkungen keine übliche Erhaltungstherapie der COPD.
  * **D.** Theophyllin hat ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis und ist keine bevorzugte Eskalation vor ICS.  
Quellen: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom
3. 3 / 10  
Eine gesunde 37-jährige Patientin stellt sich zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung vor. Sie fragt, wie häufig und mit welchen Methoden das Screening auf Gebärmutterhalskrebs in ihrer Altersgruppe durchgeführt wird.  
Welches Screening-Intervall und welche Testkombination sieht die deutsche Richtlinie vor?  
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**Lösung: C.** Alle 3 Jahre ein Co-Testing (Kombination aus Zytologie/Pap-Test und HPV-Test)

**Begründung:** Seit Januar 2020 gilt in Deutschland das reformierte Programm zur Früherkennung des Zervixkarzinoms: Frauen zwischen 20 und 34 Jahren haben weiterhin Anspruch auf einen jährlichen zytologischen Abstrich (Pap-Test). Frauen ab 35 Jahren wird alle 3 Jahre eine Kombinationsuntersuchung (Co-Testing) aus einem HPV-Test (Nachweis von High-Risk-Humanen Papillomviren) und einer Zytologie angeboten. Bei unauffälligem Befund bietet diese Kombination eine sehr hohe Sicherheit für das 3-Jahres-Intervall.

  * **A.** Falsch. Dies gilt nur für Frauen zwischen 20 und 34 Jahren.
  * **B.** Entspricht nicht den deutschen Richtlinien (obwohl in manchen Ländern praktiziert).
  * **D.** Unzureichend.  
Quellen: G-BA Richtlinie Zervixkarzinom-Screening; S3-Leitlinie Zervixkarzinom
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5. 4 / 10  
Bei einer 70-jährigen Patientin mit schmerzlosem Ikterus und Gewichtsverlust zeigt das MRT einen Tumor der Gallengänge im Bereich des Confluens hepaticus (Hilus). Die rechte und linke hepatische Mündung sind betroffen, es liegt jedoch keine Ausdehnung auf die Segmentäste vor. Dies entspricht einem Klatskin-Tumor.  
Welchem Typ nach der Bismuth-Corlette-Klassifikation entspricht dieser Befund?  
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**Lösung: D.** Typ II

**Begründung:** Die Bismuth-Corlette-Klassifikation teilt das hiläre Cholangio-Karzinom (Klatskin-Tumor) nach seiner anatomischen Ausdehnung ein: Typ I liegt unterhalb der hepatischen Gabelung; Typ II erreicht die Gabelung (Confluens); Typ IIIa betrifft zusätzlich die rechten Segmentäste, Typ IIIb die linken Äste; Typ IV betrifft sekundäre Äste beidseits oder stellt einen Befall beider Hauptäste dar.

  * **A.** Typ I betrifft nur den Ductus hepaticus communis unterhalb der Gabelung.
  * **B.** Typ IIIa erstreckt sich zusätzlich in die rechtsseitigen Segmentgallengänge.
  * **C.** Typ IV betrifft beide Leberlappen (Segmentäste beidseits) oder ist multifokal.  
Quellen: Klassifikation nach Bismuth-Corlette; Lehrbuch Chirurgie
6. 5 / 10  
Bei einem 62-jährigen Patienten wird nach einer primären R0-Resektion eines Sigma-Karzinoms histologisch folgendes Stadium festgestellt: pT3, pN1a (1/14 Lymphknoten positiv), M0, G2, R0.  
Welche Empfehlung zur weiteren Therapie gibt die S3-Leitlinie?  
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**Lösung: B.** Adjuvante Chemotherapie (z. B. mit FOLFOX oder CAPOX für 3-6 Monate)

**Begründung:** Nach der deutschen S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom ist bei Patienten im Stadium III (pN+) eines Kolonkarzinoms nach erfolgter R0-Resektion die Durchführung einer adjuvanten Chemotherapie (bevorzugt Kombinationsprotokolle wie FOLFOX \[5-FU/Folininsäure/Oxaliplatin\] oder CAPOX \[Capecitabin/Oxaliplatin\]) indiziert. Dies senkt das Rezidivrisiko signifikant. Die Therapiedauer beträgt je nach individuellem Risikoprofil 3 bis 6 Monate.

  * **A.** Falsch. Aufgrund des Lymphknotenbefalls (Stadium III) ist das Rezidivrisiko hoch; eine adjuvante Therapie verbessert das Überleben.
  * **C.** Die Strahlentherapie hat beim Kolonkarzinom im Gegensatz zum Rektumkarzinom keinen Stellenwert in der adjuvanten Standardtherapie.
  * **D.** Neoadjuvant bedeutet vor der Operation. Der Patient ist bereits operiert.  
Quellen: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom
7. 6 / 10  
Bei einem 66-jährigen Patienten wurde ein Adenokarzinom des Colon sigmoideum (Sigma-Karzinom) diagnostiziert. Im Staging zeigen sich keine Fernmetastasen (cT3 cN1 M0). Es soll eine kurative chirurgische Resektion erfolgen.  
Welches chirurgische Ausmaß und welche Gefäßligatur sind für dieses onkologische Vorgehen adäquat?  
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**Lösung: A.** Sigmaresektion mit zentraler Ligatur der A. mesenterica inferior und kompletter mesokolischer Lymphadenektomie

**Begründung:** Die kurative Resektion eines Kolonkarzinoms erfordert eine En-bloc-Resektion des betroffenen Darmabschnitts inklusive des zugehörigen Mesokolons und des Lymphabflussgebietes. Beim Sigma-Karzinom bedeutet dies die Sigmaundektomie mit zentraler Ligatur der A. mesenterica inferior (und der V. mesenterica inferior) am Abgang aus der Aorta (sog. Zentralisation), um alle regionären Lymphknoten mitzuentfernen.

  * **B.** Unzureichend. Eine onkologische Resektion erfordert die Mitnahme des gesamten lymphatischen Abflussgebietes entlang der versorgenden Gefäße.
  * **C.** Entspricht nicht den onkologischen Standards der En-bloc-Resektion.
  * **D.** Übertherapie. Eine erweiterte Hemikolektomie links ist nur bei Karzinomen der Flexura sinistra oder des Colon descendens nötig, eine Magenresektion ist gar nicht indiziert.  
Quellen: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom
8. 7 / 10  
Bei einem 63-jährigen Patienten wird ein Adenokarzinom des Pankreaskopfes diagnostiziert. Im Staging (CT-Thorax/Abdomen) zeigt sich ein lokal begrenzter Befund ohne Fernmetastasen (cT2, cN0, M0). Es besteht kein Kontakt des Tumors zur A. mesenterica superior oder zum Truncus coeliacus. Der Patient ist in einem guten Allgemeinzustand.  
Welches therapeutische Konzept mit kurativer Intention entspricht dem aktuellen Standard?  
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**Lösung: D.** Primäre Resektion (Whipple-Operation oder pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion), gefolgt von adjuvanter Chemotherapie (bevorzugt mFOLFIRINOX) über 6 Monate

**Begründung:** Beim resektablen Adenokarzinom des Pankreaskopfes ist die primäre chirurgische Resektion (Kausch-Whipple-Operation mit Teilresektion des Magens oder die pyloruserhaltende Duodenopankreatektomie \[PPPD\] jeweils kombiniert mit regionaler Lymphadenektomie) das Verfahren der Wahl. Nach erfolgreicher R0/R1-Resektion ist eine adjuvante Chemotherapie für 6 Monate obligat. Nach der S3-Leitlinie ist hierfür das modifizierte FOLFIRINOX-Schema (5-FU, Folininsäure, Irinotecan, Oxaliplatin) bei fitten Patienten der Standard, da es das Gesamtüberleben im Vergleich zu Gemcitabin fast verdoppelt. Gemcitabin ist die Alternative bei reduziertem Allgemeinzustand.

  * **A.** Falsch. Bei operablem Befund (M0, kein Gefäßkontakt) ist die chirurgische Resektion die einzige Chance auf Heilung.
  * **B.** Falsch. Neoadjuvante Therapien sind beim primär resektablen Pankreaskopfkarzinom kein allgemeiner Standard in Deutschland; zudem ist bei Kopfkarzinomen Whipple indiziert, nicht die Linksresektion.
  * **C.** Falsch. Eine Lebertransplantation ist beim Pankreaskarzinom streng kontraindiziert.  
Quellen: S3-Leitlinie Exokrines Pankreaskarzinom
9. 8 / 10  
Ein 18 Monate altes Kind fällt durch ein zunehmend geblähtes Abdomen auf. Bei der Tastuntersuchung ist eine derbe, knotige, schmerzlose Raumforderung im linken Abdomen tastbar, die die Mittellinie überschreitet. Zudem zeigt das Kind unregelmäßiges Fieber und eine Gewichtsabnahme. Im Urin sind Vanillinmandelsäure (VMS) und Homovanillinsäure (HVS) erhöht.  
Um welchen Tumor handelt es sich am wahrscheinlichsten und von welchen embryonalen Strukturen geht dieser aus?  
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**Lösung: D.** Neuroblastom; Zellen der neuralen Crest (Grenzstrang des Sympathikus oder Nebennierenmark)

**Begründung:** Das Neuroblastom ist der häufigste extrakranielle solide Tumor des Kindesalters (ca. 90 % der Fälle werden vor dem 5\. Lebensjahr diagnostiziert). Er leitet sich von embryonalen Zellen der Neuralleiste ab und kann überall entlang des sympathischen Grenzstrangs (Hals, Thorax, Abdomen) oder im Nebennierenmark entstehen. Leitsymptome sind eine derbe, die Mittellinie überschreitende Raumforderung im Abdomen (durch Umbau/Ummauerung großer Gefäße) sowie Metastasierungszeichen (z. B. Brillenhämatom bei retrobulbären Metastasen). In über 90 % der Fälle führt die hormonelle Aktivität zur Ausscheidung von Katecholaminmetaboliten (Vanillinmandelsäure, Homovanillinsäure) im Urin.

  * **A.** Ein Wilms-Tumor wächst meist verdrängend und überschreitet die Mittellinie seltener. Er verursacht keine typischen Katecholaminmetabolite im Urin.
  * **B.** Das Hepatoblastom ist im rechten Oberbauch lokalisiert und geht mit erhöhtem AFP einher.
  * **C.** Das Phäochromozytom ist im Kleinkindalter extrem selten und führt zu anfallsartiger Hypertonie, nicht zu riesigen abdominellen Raumforderungen.  
Quellen: AWMF-Leitlinie Neuroblastom; S2k-Leitlinie Neuroblastom der GPOH
10. 9 / 10  
Bei einer 60-jährigen Patientin wird im Antrum des Magens ein Adenokarzinom vom diffusen Typ nach Lauren (cT2 cN0 M0) diagnostiziert. Es soll eine operative Resektion in kurativer Intention durchgeführt werden.  
Welches Operationsausmaß und welcher Sicherheitsabstand sind nach der deutschen S3-Leitlinie gefordert?  
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**Lösung: A.** Gastrektomie mit D2-Lymphadenektomie und einem Sicherheitsabstand von mindestens 8 cm in situ

**Begründung:** Die S3-Leitlinie Magenkarzinom empfiehlt beim diffusen Typ nach Lauren einen Sicherheitsabstand von mindestens 8 cm in situ zum Tumorrand. Wegen der anatomischen Lage im Antrum und diesem großen Abstand ist meist eine totale Gastrektomie erforderlich. Zudem ist die systematische D2-Lymphadenektomie (Entfernung der Lymphknotenkompartimente I und II entlang der großen/kleinen Kurvatur, A. gastrica sinistra, A. hepatica communis, A. splenica, Truncus coeliacus) Standard in Deutschland.

  * **B.** Falsch. Beim diffusen Typ ist wegen der submukösen Ausbreitung ein größerer Abstand nötig und D2-Lymphadenektomie ist Standard.
  * **C.** Die ESD ist nur bei sehr frühen Karzinomen (T1a) im intestinalen Typ ohne Ulzeration indiziert.
  * **D.** Nicht onkologisch gerechtfertigt.  
Quellen: S3-Leitlinie Magenkarzinom
11. 10 / 10  
Bei einem 62-jährigen Patienten wird ein lokal fortgeschrittenes Adenokarzinom des distalen Ösophagus (cT3, cN1, M0) diagnostiziert. Der Patient weist einen guten Allgemeinzustand auf und hat keine schweren kardiopulmonalen Begleiterkrankungen.  
Welcher therapeutische Standard wird nach der deutschen S3-Leitlinie empfohlen?  
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**Lösung: B.** Neoadjuvante Chemotherapie (FLOT) oder Radiochemotherapie (CROSS), gefolgt von transthorakaler Ösophagektomie mit Magenhochzug

**Begründung:** Für Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen (cT3, cT4a) oder nodal positiven (cN+) Ösophaguskarzinom (sowohl Adeno- als auch Plattenepithelkarzinom) ist die multimodale Therapie der Standard. Die präoperative (neoadjuvante) Radiochemotherapie nach dem CROSS-Protokoll (5 Zyklen Carboplatin/Paclitaxel kombiniert mit einer Strahlentherapie über 41,4 Gy) gefolgt von einer radikalen transthorakalen Ösophagusresektion und Rekonstruktion (Magenhochzug mit zervikaler oder intrathorakaler Anastomose) führt zu einem signifikanten Überlebensvorteil und erhöht die Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR). Alternativ kann beim Adenokarzinom eine perioperative Chemotherapie nach dem FLOT-Schema eingesetzt werden.

  * **A.** Falsch. Eine primäre Operation bei T3-Tumoren führt zu schlechteren Überlebensraten als eine multimodale Therapie.
  * **C.** Falsch. Ein kurativer Ansatz (multimodal) ist im Stadium M0 immer anzustreben, solange der Allgemeinzustand dies zulässt.
  * **D.** Falsch. Die definitive RCT ist beim Adenokarzinom kein Standardverfahren der ersten Wahl, sondern v. a. beim inoperablen Plattenepithelkarzinom des oberen Drittels indiziert.  
Quellen: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Ösophaguskarzinoms

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